Unser „Schuldorf“ entsteht

   Februar 1988 wurde unsere Schule wegen Asbest geschlossen. Da wir uns gegen eine Auflösung unserer Schule wehrten, mussten wir uns um eine „Ersatzschule“ kümmern.
   Nach 14 Wandertagen erfolgte die Aufteilung der Halbjahrgänge (je 5 Klassen) auf sieben verschiedene Schulen im Bezirk – die Oberstufe konnte komplett im Oberstufenzentrum nebenan untergebracht werden…


   Während der Wandertage bildete sich unser Bauausschuss … er bestand aus den Leitern der Fachbereiche, der Bücherei, der Eltern- und Schülervertretung, der Schulleitung und des Außerunterrichtlichen/Sozialpädagogischen Bereiches.

… Treffen des Bauausschusses in der Bibliothek …

… Wir bei der Planung des „Schuldorfes“ – die blauen und weißen Schnipselchen stellten die Häuser dar und wurden auf dem Baugrundstück ausgelegt und bei Bedarf hin und her geschoben – irgendwie musste das Schuldorf ja auf das schmale Grundstück in der Haarlemer Straße passen …


   Wir trafen uns fast täglich an den Nachmittagen, um uns über die Möglichkeiten eines neuen Standortes sachkundig zu machen … wir besorgten Kataloge und später Kostenanschläge von Firmen, die in Schnellbauweise eine Schule bauen können.
   Uns war klar, dass alles sehr schnell gehen musste, denn wir wollten unbedingt nach den Sommerferien (August 88) in unsere „neue“ Schule.

… jetzt ist es amtlich – der Bau unseres „Schuldorfes“ beginnt …


   Baubeginn war April/Mai 1988 … erstaunlich ist, dass binnen weniger Monate eine fertige Schule aus dem Boden gestampft worden ist und zwar mit allem, was Schule so braucht. Alle Häuser wurden mit Strom, Wasser und Abwasserleitungen versorgt – die Naturwissenschaften bekamen zusätzlich Gasleitungen verlegt und Arbeitslehre erhielt Werk- und Maschinenräume mit verstärkten Fußböden.
   Dass wir das gegenüber den bezirklichen Behörden und dem Senat so schnell durchgesetzt haben, ist m. E. der Verdienst einer starken und engagierten Elternschaft, die unmissverständlich klar machte, dass sie nicht bereit sind, ihre Kinder wieder in die alte Schule zu schicken. Die enge Zusammenarbeit zwischen Lehrern, Eltern- und Schülervertretung (sie bildeten den Bauausschuss) bewirkte, dass wir die zuständigen Behörden für unsere Interessen gewinnen konnten.
   Hier kommt ihr zur Fotogalerie

Autor: Klaus Ohlen Sept. 1988
Fotos: Klaus Ohlen / Manfred Voigt © 1988

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.